Religion - Gewalt - Versöhnung

Gewalt im Königreich der Himmel. "Begegnungsformen"
in den frühen Kreuzzügen.

12.01.10 Prof. Dr. Martin Kaufhold

Anhand der Ereignisse der ersten drei Kreuzzüge – also der Zeit von der christlichen Eroberung Jerusalems 1099 bis zur islamischen Rückeroberung durch Saladin 1187 – untersucht der Vortrag die Frage, wie sich die Anteile der Gewalt in dieser historischen Phase verschoben. Die Kenntnis von der Kultur des jeweils anderen hatte sich zwischen den ersten Kontakten und der Begegnung von Saladin und Richard Löwenherz deutlich verbessert. Um 1140 war die erste Übersetzung des Koran fertig gestellt worden. Die Kreuzfahrer hatten die Kräfteverhältnisse im Nahen Osten kennen gelernt und es bot sich die Chance für eine politische Perspektive. Doch diese politischen Kenntnisse eröffneten keine Perspektive des Zusammenlebens, sondern beförderten das Ende der christlichen Präsenz. Daher gilt es, über die Rolle der Gewalt in dieser Phase noch einmal nachzudenken.

Zurück zur Übersicht