Im Rahmen der Vortragsreihe stellt der Vortrag nur am Rande die Frage, nach den religiösen Motivationen der Täter, sondern primär nach den politischen Reaktionen der amerikanischen Zivilgesellschaft auf terroristische Gewalt. Analysiert werden daher einige Bilderzeugnisse, die in unterschiedlichen Medien nach den Terroranschlägen in New York nach dem 11. September 2001 entstanden sind. Ausgehend vom Begriff des historischen Ereignisses verfolgt der Vortrag die These, dass diese Bildprodukte an konventionelle Bildmuster angepasst sind und dass damit auch auf einer visuellen Ebene der Historisierung des Ereignisses Vorschub geleistet wird. Aus der Perspektive der politischen Ikonographie soll der Versuch gemacht werden, aktuelle medientheoretische Überlegungen zu den Attentaten einer Kritik zu unterziehen.
Mediale Konfigurierung eines Ereignisses
- der 11. September 2001
10.11.09 Prof. Dr. Dietrich Erben
Prof. Dr. Dietrich Erben
Promotion 1994 an der Universität Augsburg; Dissertation: „Bartolomeo Colleoni. Die künstlerische Repräsentation eines Condottiere im Quattrocento“ (ersch. 1996). Danach Stipendiat am Kunsthistorischen Institut Florenz und DFG-Stipendiat; 2002 Habilitation an der ETH Zürich, Habilitationsschrift: „Paris und Rom. Die staatlich gelenkten Kunstbeziehungen unter Ludwigs XIV“ (ersch. 2004). 2003-2009 Professor für Kunstgeschichte mit Schwerpunkt Frühe Neuzeit an der Ruhr-Universität Bochum, seit Oktober 2009 Inhaber des Lehrstuhls für Theorie und Geschichte von Architektur, Kunst und Design an der Technischen Universität München. Arbeitsschwerpunkte in der Kunst- und Architekturgeschichte in Früher Neuzeit und Moderne, insbesondere der Architekturtheorie, der Institutionengeschichte und der politischen Ikonographie. Jüngste Publikationen: „Komponistenporträts. Von der Renaissance bis zur Gegenwart“ (2008); „Die Kunst des Barock“(2008).